Bessere Zusammenarbeit wäre wünschenswert

Nachdem die Stadt Kolbermoor gegen den Gewerbeverband als Veranstalter des Kirchweihmarkts ein Zwangsgeld wegen nicht erfüllter Sicherheitsauflagen verlangt hat, ist Jürgen Ganns, Vorsitzender des Gewerbeverbands, von seinem Ehrenamt als Marktmeister zurückgetreten (wir berichteten). 25 Jahre lang hatte Albert Hamberger den Markt organisiert.

Wie waren die Anfänge des Kolbermoorer Kirchweihmarkts?

1982 hatte der damalige Vorsitzende des Gewerbeverbands, Max Kainz, die Idee zu diesem Markt. Zusammen mit zwei weiteren Mitgliedern organisierte ich 1982 und 1983 als Vorstandsmitglied den Markt; in der Folge dann alleine – insgesamt 25 Jahre lang. Am Anfang hatten wir rund 20 Stände. Unser „Rekord“ lag dann bei 118.

Waren die Sicherheitsauflagen früher nicht so streng?

Wir hatten auch immer vier, fünf Seiten Auflagen. Vielleicht ist alles nicht ganz so eng gesehen worden. Wir haben immer diskutiert und geschaut, dass wir alles erfüllen. Ich habe aber tatkräftige Hilfe von meiner Tochter und meinem Schwiegersohn gehabt; zudem Helfer aus dem Freundeskreis, die nicht einmal Mitglieder im Gewebeverband waren. Wir haben etwa im Vorfeld schon bei den Geschäften gefragt, ob sie am verkaufsoffenen Sonntag teilnehmen oder nicht – wer nicht teilnahm, vor dessen Eingangstür konnte dann ja ein Marktstand platziert werden.

Wie beurteilen Sie die momentane Situation?

Der Kolbermoorer Kirchweihmarkt hat sich zu einem riesen Anziehungspunkt für die Stadt entwickelt. Es wäre besser gewesen, wenn die Stadt und der Gewerbeverband die Situation intern geregelt hätten. Eine bessere Abstimmung und Zusammenarbeit wäre wünschenswert, zumal das Ehrenamt des Marktmeisters ja mit sehr viel Arbeit verbunden ist.

Wie können Sie sich eine Lösung vorstellen?

Der neue Marktmeister muss Leute finden, die ihn bei der Arbeit unterstützen. Mit Taten, nicht nur mit Reden. Den Kolbermoorer Kirchweihmarkt muss es auch weiterhin geben.Interview: Sabine Fleindl

siehe auch: ovb-online.de